Stiftung Hohenwieden - Hilfe und Geborgenheit im Alter
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"Ich fahre nach Hause"

Eine Treuhandstiftung setzt sich dafür ein, dass Menschen mit Behinderungen so lange wie möglich zu Hause bleiben können

 

„Ich fahre nach Hause“, sagt Franziska Georgi, wenn ihre Eltern sie in die SOS-Dorfgemeinschaft Grimmen-Hohenwieden bringen. Für Kirsten und Dr. Thomas Georgi ist dies eine sehr beruhigende Aussage. Im Jahr 2002 haben sie sich entschlossen, ihre Tochter in die Obhut anderer Menschen zu geben. Franziska war damals 25 Jahre alt. Aufgrund einer geistigen Be­hinderung und psychischen Erkrankung kann sie nicht selbstständig leben. „Doch in der Dorfgemeinschaft hat sie alles, was ihr guttut und sie nach ih­ren Fähigkeiten fördert“, erzählt ihr Vater. „Eine liebevolle Umgebung in ei­ner häuslichen Gemeinschaft und eine sinnvolle Arbeit, die sie mit Freude verrichten kann.“ Natürlich haben die Georgis die Einrichtung im Vorfeld besucht – und waren vom ersten Augenblick an vom Konzept überzeugt, genauso wie ihre Tochter sich vom ersten Tag an dort sehr wohlgefühlt hat

Eltern gründen Treuhandstiftung für ihre Kinder

Doch was tun, wenn die Bewohner der Einrichtung älter werden und sich dadurch ihre Pflegebedürftigkeit ändert? Diese Frage beschäftigt zahlreiche Eltern der Bewohner. Gemeinsam mit den Elternpaaren Rudolph und Wahmkow entschlossen sich Kirsten und Dr. Thomas Georgi im August 2009 dafür vorzusorgen. Nach eingehenden Gesprächen mit dem Ein­rich­tungsleiter gründeten sie eine Treuhandstiftung unter dem Dach der SOS-Kin­derdorf-Stiftung. Mit den Erträgen, die die „Stiftung SOS-Dorfgemein­schaft Hohenwieden – Hilfe und Geborgenheit im Alter“ jährlich erwirtschaf­tet, werden zum Beispiel zusätzlich benötigte Pflegekräfte, spezielle Toilet­tenaufsätze oder Rollstuhl-Einstiegshilfen für den Transport finanziert. „Eine Stiftung hat Kontinuität“, erzählt Thomas Georgi. „Denn das Stiftungs­vermögen bleibt erhalten und erwirtschaftet dauerhaft Geld. Damit können not­wendige Anschaffungen getätigt werden, die unseren Kindern helfen, so lange wie möglich in der Dorfgemeinschaft zu bleiben.“

Kapital vermehren durch Zustiftungen

Ziel der Stiftungsgründer ist, das Kapital zu vermehren, um auf diese Weise die jährliche Ausschüttung zu vergrößern. „Wir bitten andere Eltern um Zu­stiftungen und natürlich unsere Freunde und Bekannten bei größeren Fes­ten anstelle von Geschenken eine Zuwendung in die Stiftung zu tätigen“, betont Thomas Georgi. „Klar ist das Stiftungswesen in der aktuellen Nie­drigzinsphase eine Herausforderung, doch wir halten das durch.“ Froh sind die Stifter über die Expertise und Beratung von Petra Träg, Geschäftsfüh­rung SOS-Kinderdorf-Stiftung, und ihrem Team. „Frau Träg hat immer ein offenes Ohr und begleitet uns von Beginn an bei jedem Schritt und jeder Frage, von der Ausarbeitung der Satzung über die Abwicklung aller Forma­litäten bis hin zu allen anlagespezifischen Aspekten. So wie unsere Kinder in der SOS-Dorfgemeinschaft in den besten Händen sind, sind wir es bei der SOS-Kinderdorf-Stiftung. Das ist ein gutes Gefühl.“